Arbeitsaufwand:
Um gasförmigen Wasserstoff ( GH2 - gaseous hydrogenous)
zu verflüssigen,
muss er auf auf -253�C (20K) abgekühlt,
und ihm dann bei dieser Temperatur die Kondensationswärme entzogen werden.
In der Praxis wird dazu das Gas in einem gekühlten Verdichter V komprimiert, mit Hilfe von flüssigem Stickstoff (LN2), der sich mit deutlich weniger Aufwand verflüssigen läßt, auf -192�C gekühlt und anschließend in einen Joule-Thomson (J-T) Ventil wieder entspannt. Bei der Expansion kühlt sich das Gas noch weiter ab und ein Teil kondensiert. Der nicht verflüssigte Anteil wird im Gegenstrom zu Kühlung des ankommenden Gases genutzt, und anschließend wieder dem Verdichter zugeführt. Zwischen den einzelnen Schritten erfolgt noch mehrmals die Ortho- Parawasserstoff-Konvertierung.
| Gleichgewicht bei Zimmertemperatur : | 75% Orthowasserstoff - 25%Parawasserstoff |
| Gleichgewicht bei -253�C : | 100% Parawasserstoff |
Wird die Verflüssigung ohne ortho-para-Konvertierung durchgeführt, stellt sich das Gleichgewicht im flüssigen Wasserstoff erst allmählich (nach Tagen) ein. Bei Umwandlung von Ortho- in Parawasserstoff wird ca. die 1,5-fache Verdampfungsenergie freigesetzt. Bei 75% Orthowasserstoff ist die Folge eine vollständige allmähliche Verdampfung ohne äußere Energiezufuhr.
Der theoretischer Energiebedarf für die Verflüssigung beträgt damit insgesamt: 3,92 kWh je kg H2. Da keiner dieser Prozesse einen Wirkungsgrad von 100% hat, werden in der Praxis etwa 10 kWh pro kg H2 benötigt. Bei einem Energiegehalt von 33.3 kWh je kg H2 ist dies fast ein Drittel der gespeicherten Energie